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Der Parameter für Komfort ist der am wenigsten systematisch untersuchte Faktor in der Matrix. Dieser Faktor basiert sich zum größten Teil auf Erfahrungsregel und jahrelanges Basteln an der Position: versuchen und erfahren. Sogar die bekannten Handbücher, wie das “Science of Cycling” bieten eine Zahl Allgemeinheiten die weiter keine Anhaltspunkte geben für eine etwas systematische Handlungsweise. Die Praxis ist of so, dass man erst über den Faktor Komfort nachdenkt wenn eine bestimmte Fahrradeinstellung zu Beschwerden oder Unbequemlichkeiten führt.
An Hand der Berührungspunkte die der Radfahrer mit dem Rad hat, besprechen wir einige Sachen die mit Komfort zu tun haben. Es sind übrigens diese drei Punkte die besonders wichtig sind bei der Einstellung des Rades und nicht die Rahmengröße. Viel Radfahrer und Radfachhändler fixieren sich lediglich auf die Rahmengröße. Die Rahmengeometrie (das ist mehr als nur Rahmengröße) ist allein von Bedeutung wenn es sich handelt um die Einstellung des Rades, für die Realisation der drei Kontaktpunkte mit dem richtigen Verhältnis. Und das ungeachtet der Tatsache dass eine Rahmengeometrie auch noch Konsequenz haben kann für das Fahrverhalten des Fahrers.
Kontaktpunt 1: Der Sattel.
Ein komfortabler Sattel muss passen. Hiermit ist gleich eins der schwierigsten Sachen genannt wenn man ein Rad komfortabel einstellen will. Die Breite und der Form des Sattels sind einerseits abhängig von dem Abstand zwischen den Sitzknochen und anderseits von dem Form des Beckengewölbes. Umso grösser der Abstand zwischen Sitzknochen und umso runder das Beckengewölbe ist, umso breiter soll der Sattel sein. Anderseits ist die Sattelbreite auch abhängig von der Haltung des Oberkörpers.Sitzt man weit nach vorne gebogen auf dem Rad dann ist ein schmales Rennsattel komfortabeler und funktioneller (Reibung der Innenbeine). Wenn man (mehr) gerade auf sitzt ist ein breiter Sattel im Allgemeinen angenehmer (van Hulten 1999). In soweit bekannt ist, hat man (noch) keine praktische Messmethode entwickelt die sowohl die Breite und den Form des Beckens berücksichtigt wie auch die Haltung des Oberkörpers. Den einzigen Rat den man hier geben kann, ist es auszuprobieren. Über Sattelneigung, oder ob man den Sattel wohl oder nicht horizontal einstellt, ist einiges zu bemerken.
In Prinzip soll eine Satteldecke horizontal stehen. Stellt man den Sattel mit der Spitzen ach oben ob, dann geht man das Risiko ein, dass einiges abgeklemmt wird. Demzufolge wird der Fahrer geneigt sein das Becken rückwärts zu kanten, was eine höhere Belastung für den Unterrücken zu Folge hat. Ein Sattel mit dem Punkt nach unten hat zu Folge, dass der Fahrer die Neigung hat nach vorne zu schieben. Das ist nicht nur unbequem weil das schmale Sattelstück wenig Unterstützung gibt, sondern auch die Armen, das Pulsgelenk und die Hände werden schwerer belastet als Konsequenz der Versuche die normale Position auf dem Sattel beizubehalten. Auch die Sattelhöhe spielt eine wichtige Rolle um eine komfortable Einstellung des Rades zu finden. Ein zu hoher Sattelstand führt zu einer Überstreckung der Muskel und ein zu niedriger Sattelstand ergibt eine zu hohe Belastung der Muskel im Oberschenkel(Quadriceps). Siehe auch das Kapitel Effizienz: Sattelhöhe
Kontaktpunt 2: Der Lenker.
Hinsichtlich der Einstellung des Lenkers in Beziehung zu einer komfortabelen Haltung auf dem Rad hat Bremmer (1994) einiges an Forschung getan. Die wichtigste Schlussfolgerung dieser Forschung war, dass der Abstand zwischen Sattel und Lenker mit einem sehr persönlichen Vorzug verbunden ist. Der Nachteil dieser Art von Untersuchungen ist wohl, dass der Faktor Gewöhnung einen beträchtlichen Einfluss auf die Resultate haben kann. Die Praxis von bikefitting.com ist, dass man es in erster Instanz nicht als Komfortabel erfährt wenn der Abstand und der Höhenunterschied zwischen Sattel und Steuer angepast werden und dieser Änderungsrat ziemlich abweicht von dem was man gewöhnt ist. Die Praxis lehrt jedoch, dass die Mehrzahl der Radrenner letztendlich die neue Einstellung als positiv erfährt.
Die Lenkradbreite soll mit der Schulterbreite übereinstimmen. Ein zu breiter Lenker führt zu vergrößerung der Frontaloberfläche und demzufolge zu einer schlechteren aerodynamischen Haltung. Die Folgen eines zu breiten Lenkers bestehen darin, dass man zwischen den Schulterblättern “durchsackt”. Daraus resultieren auf die Dauer Beschwerden an Schulter und Nacken. Ein zu schmaler Lenker hat keine nachteiligen Konsequenzen für die Sauerstoffeinname, wie so oft behauptet wird. Ein zu schmaler Lenker steuert “nervöser” wie ein breiter Lenker und beeinflusst dadurch den Fahrkomfort. Der Lenkwinkel muss dermaßen eingestellt werden, dass der Unterarm und der Hand soviel wie möglich eine Gerade formen. Es geht klar, dass im Besonderen eine gute aerodynamische Haltung und eine komfortable Körperhaltung auf gespanntem Fuß mit einander stehen. Je nach aufgebrachte Disziplin und die Geschwindigkeit die entwickelt wird, werden andere Akzente bestimmt.
Kontaktpunkt 3: Die Pedale.
Die Pedale bilden zusammen mit den Schuhen eine Einheit mit welcher der Radfahrer die Bewegung auf das Rad überträgt. Für den Komfort ist es wichtig dass Schuhe und Pedale genügend Stabilität bieten damit die Kniebewegung innerhalb der Kraftlinie von der Hüfte zum Fuß bleibt. In Gegensatz von demjenigen das öfters behauptet wird muss der Radfahrer sich hier der vom Fahrrad auferlegten Bewegung anpassen. Das heißt, dass die Verbindung Schuh/Pedal (Schuhplatten) hier untergeordnet wird.
Der Stand der Schuhplatte sorgt dafür, dass der Fuß gerade auf dem Pedal steht und so dem Kniegelenk Stabilität bietet. Die Verbindung Schuh/Pedal muss deshalb auch an sich stabil sein. Deshalb muss das Pedal breit genug sein, sodass der ganze Vorderfuss unterstütz wird. Um Gewicht auszusparen und weniger Luftwiederstand zu bilden werden Pedale oft so klein gemach, dass die Stabilität völlig bedingt wird durch die Steifheit des Schuhs und der Schuhsohle und von der Verbindung mit dem Pedal. In der Praxis lässt das zu wünschen übrig. Für die Abstellung der Schuhplatten und Beschwerden verursacht durch die Instabiliteit des Vorfues, verweisen wir auf die Schuhplattenanpasser (Shoe Cleat Adjuster) und auf den Ratgeber hin.
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